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Projekt »Beckett in Town« 2006 in Hamburg english
. Schirmherrin: Kultursenatorin Prof. Dr. Karin v. Welck
 

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Team Prof. Dr. Theresia Birkenhauer
Theaterwissenschaftlerin und Dramaturgin, Berlin,
verstorben Nov. 2006

Dr. Michaela Giesing
Hamburger Theatersammlung, Universität Hamburg

Dr. Marlene Grau
Öffentlichkeitsarbeit der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg

Dr. Gaby Hartel
Freie Literaturwissenschaftlerin und Publizistin, Berlin

Dr. Barbara Müller Wesemann
Literaturwissenschaftlerin, Universität Hamburg

Roswitha Quadflieg
Schriftstellerin und Buchkünstlerin, Berlin

Dr. Carola Veit
Freie Literaturwissenschaftlerin und Kunsthistorikerin, Berlin


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Vorab Im Jahr 2006 jährte sich der Geburtstag des irischen Dichters und Nobelpreisträgers Samuel Beckett (1906 - 1989) zum 100. Mal. Aus diesem Anlass fanden weltweit Kongresse, Ausstellungen und Theateraufführungen statt. In Hamburg »Beckett in Town«. Denn die postume Entdeckung der »German Diaries 1936/37« hat erbracht, dass Beckett eine - nicht geringe - Beziehung zu Hamburg hatte. Von Anfang Oktober bis Anfang Dezember 1936 hielt er sich als jugendlicher Bildungsreisender und feiner Beobachter des kulturellen und politischen Geschehens in der Stadt auf.
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Rückblick 1 Im Herbst 2003 erschien unter dem Titel »Alles kommt auf so viel an« die erste und bisher einzige Ausgabe des Hamburg-Kapitels aus den »German Diaries« in Roswitha Quadfliegs Raamin-Presse in Hamburg.
Ein Jahr zuvor war es ihr gelungen, die Rechte für diesen Abdruck bei Becketts Erben zu erwerben. Sie versah den Text mit eigenen Originalgraphiken und veröffentlichte ihn in einer Auflage von 150 Exemplaren als 28. Druck im 30. Jahr ihrer Presse, transkribiert und mit einem Nachwort von Erika Tophoven. In Marginaltexten fügte RQ Erläuterungen zu Personen, Orten und Ereignissen, die Beckett in seinem Tagebuch erwähnt, hinzu. Die Ausgabe erregte weit über Deutschlands Grenzen hinaus Aufmerksamkeit; Presse, Radio und Fernsehen reagierten vielstimmig (Pressespiegel).

Im selben Zusammenhang fand von November 2003 bis Januar 2004
in der Freien Akademie der Künste in Hamburg die Ausstellung
»Beckett in Hamburg – 1936« statt. Über 300 Exponate konnten gezeigt werden, die RQ unter der Mitarbeit von Harald Butz während ihrer »Recherche vor Ort« zusammentrug. Darunter auch zwei bis dahin unbekannte Briefe von Beckett an den Hamburger Buchhändler Günter Albrecht, in denen der Autor zu kunstphilosophischen Fragen Stellung nimmt. Darüber hinaus konnten etwa zwanzig Originalgemälde von sieben Malern der ehemaligen »Hamburgischen Sezession« gezeigt werden, die Beckett in ihren Ateliers aufsuchte.

Die Hamburger Kunsthalle - Beckett betrat sie insgesamt elf Mal - veranstaltete während der Laufzeit der Ausstellung einen »Beckett–Tag«, anlässlich dessen die Publikation »Mit Samuel Beckett in der Hamburger Kunsthalle« von Matthias Mühling erschien.

Die Ausstellung (ohne die Originalgemälde aber mit Ergänzungen) wurde erneut gezeigt während des Festivals »Beckett in Town«, diesmal in der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg (10.11.2006 – 14.1.2007)

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Rückblick 2 Das Festival »Beckett in Town« in Hamburg (Oktober 2006 – Januar 2007) hatte sowohl Becketts Wahrnehmung der Stadt als auch umgekehrt die Rezeption Becketts durch die Stadt zum Thema.
Es gab 25 Veranstaltungen, Ausstellungen, Theateraufführungen, Stadtführungen, Lesungen, ein Symposion und einen Kino-Abend.

Mit der Idee, die Großstadt zu Beginn des 20. Jahrhunderts als Becketts Anregungsfeld zu untersuchen, wurde der überwältigenden Vielfalt von Becketts künstlerischen Interessen Rechnung getragen: Zeit seines Lebens war der Autor ein »eminent pedestrian« (Leslie Stephens), der nicht nur stundenlang durch Stadt und Landschaft wanderte (eine in Künstlerkreisen beliebte Beschäftigung), sondern vor allem als »Raubauge« (Beckett) in das dichte Geflecht der urbanen Kultur eintauchte.

In dem Tagebuch hielt Beckett auch seine Besuche in der Hamburger Kunsthalle fest, kommentierte die zunehmend restriktiv gehandhabte nationalsozialistische Kulturpolitik in den Künstlerkreisen wie der 1936 bereits verbotenen »Hamburgischen Sezession«.  Über persönliche Kontakte verschaffte er sich Zugang ins Magazin der Kunsthalle. Aber auch im täglichen Leben wurde er mit dem nationalsozialistischen Gedankengut konfrontiert, auf seinen Stadtwanderungen, in der Pension, beim Radio hören, in der Zeitung und beim abendlichen Bier.

Das Projekt »Beckett in Town« beleuchtete diese Erfahrungen aus verschiedensten Blickwinkeln.

www.beckett-in-hamburg-1936.de (online-Ausstellung)

   
 
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